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David? Das bin ich. Ich verdiene mir mein wenig Geld, als fleißiger Arbeiter im Weinberg einer großen Einkaufsabteilung. Recht gut bin ich darin, diese bunten Scheinchen zu sammeln. Diese seltsamen Wertzettel meine ich, mit denen man eine Berechtigung für das Leben in der Gesellschaft erwerben kann. Das bedeutet für mich allerdings damit auch, daß ich jeden Tag vollkommen versage. Ja, an für sich, bin ich tatsächlich ein richtiger Versager. Das ist wirlich meine Meinung. Da lebt man plötzlich weit jenseits der 30 und erkennt auf einmal zu seiner Überraschung, daß man sein Leben bisher völlig falsch gelebt hat. Ich denke und fühle tatsächlich nur noch weitgehenst das, was andere von mir verlangen. Meine Wünsche sind diktiert. Anerzogen ist mein Geschmack. Sogar meine Worte wurden mir genommen und durch deren Wörter ersetzt. Den ganzen Tag über erledige ich Unmengen kurioser Dinge, alles nur für andere Menschen.

Obschon mir damit klar ist, daß ich mich mit diesem sturen Folgen, eigentlich komplett selbst erledige. Es herrscht eine Art Krieg dort draußen. Die Menschen bekämpfen sich gegenseitig. Sie betreiben Raubbau bei sich selbst und bei ihren Mitmenschen. Buntes Wertpapier und diese Metallscheibchen, dazu lobende Worte, alles das zusammen, es ergibt dieses begehrte Destillat, nach dem die Menschen lechzen. Bestätigung und Lob sind heute die Drogen, nach denen die Menschen gieren. Oft vergessen sie sich über diese ganze Lechzerei selbst. Ich kenne welche unter ihnen, die würden ihre Familie für ein paar lobende Worte verraten.

Lob funktioniert nur wirklich effizient, wenn es knapp gehalten wird. Das ist eine verbreitete Direktive. In den Kreisen vieler Menschen die dazu ernannt wurden, andere Menschen anzuführen, da bedeutet sie Macht und fraglicher Erfolg. Doch wen schert es, ob der Erfolg eine fragliche Basis hat? Wenige. Wenn wundert es da, daß unsere Welt sittlich kühl und kratzig geworden ist? Wohl niemanden. Der omnipräsente Geiz an Lob und Anerkennung, er läßt Menschenseelen an permanenter Luftnot leiden. Das wildeste Raubtier und der gnadenloseste Bändiger, beide sind in uns Menschen vereint. Man muß für diese Gesellschaft einfach funktionieren, mehr bedarf es nicht. Bis zum Zusammenbruch wird gerackert, gedient und gebuckelt. Nur wer reibungslos funktioniert, der kann etwas wohldosiertes Lob erwarten. Ob er es bekommt, dafür gibt es niemals eine Garantie. Ja, eine wirklich feine Hölle haben wir uns da geschaffen. Noch bestürzender ist es nur, das wir dieses alles sogar wissen, aber überhaupt nichts dagegen unternehmen. Wir lassen es geschehen und einfach über uns ergehen. Viel zu viel lassen wir einfach zu.

Bereits seit Jahren habe ich das Interesse daran verloren, stets frisch und adrett auszusehen. Ob ich gut aussehe, das weiß ich nicht. Mich widert dieses oberflächliche Gegaffe und das Vergleichen der Menschen untereinander einfach nur an. Was wird denn dort wirklich gemustert und abgeprüft? Nichts von Bedeutung und nur Vergängliches. Eigentlich sind es wohl eher die Strategieboliden der vielen Marketingabteilungen, die hier aufeinander treffen und miteinander konkurrieren. Wir sind in diesem bösen Spiel nur die Spielfiguren. Mit meinem geflochtenen Langhaar, da falle ich als Mann, völlig aus dem Rahmen. Wir Menschen meinen zumeist von uns selbst, sehr zivilisiert und kultiviert zu sein. Doch bei dem ganzen menschlichen Miteinander, da kracht inzwischen reichlich Sand im Getriebe.

Menschen sterben und verwesen anschließend in ihren Wohnungen, ohne das es der Nachbar bemerken möchte. Säuglinge werden von Balkonen geworfen, angezündet, tot in Schließfächer abgelegt oder in Müllsäcken im Park vergraben. Hunde werden lebendig in Teppiche eingerollt und so im kalten Fluß versenkt, oder sie werden hinter einem Auto zu Tode geschleift. Schreckliche Kriege werden geführt und feiger Terror in die Welt getragen. Ach, eine schier endlose Liste solch erschreckender Merkmale unserer Zivilisation, die könnte man hier leicht vorbringen. Als die Summe ihrer Teile betrachtet, wäre sie kein wirklich gutes Aushängeschild für uns Menschen. Doch möchten wir wirklich so ein Bild von uns in das Universum tragen?

Viele Menschen lesen diese Unmengen an aufregenden Schlagzeilen der Tagespresse bei einem schicken Käffchen und Plätzchen. Sie echauffieren sich zumeist heftig und vorübergehend. Fast könnte man meinen, es wäre eine Aufregung, die sie herrlich finden. Aufreger als kleiner Kreislaufkick zwischendurch, dazu wären sie einfach ideal. Ist das Tässchen dann geleert, hat sich das spontan aktivierte Interesse zumeist auch schon wieder abgesachaltet. Schwamm drüber und aus dem Sinn. Solche Menschen begeistern sich eigentlich nicht mehr wirklich für die reale Welt. Also ich meine damit die Welt, die für sie wichtig ist. Sie beschäftigen sich lieber jede freie Minute mit ihrem Smartphone, dem Pad oder dem Laptop. Sitzt man heute im Wartezimmer eines Arztes, so findet man sich nicht selten vor den Linsen, zahlreicher Smartphones anderer Mitpatienten wieder. Diese hängen direkt am Internet und an den sozialen Medien. Unsere Welt besteht zudem für viele unserer Mitmenschen nur noch aus möglichst anregenden Headlines und provokant geschnittenen Videos. Mit endgeiler Musik müssen sie natürlich unterlegt sein. Doch Realität...? Die ist da eher Nebensache.

Wer achtet in diesem oberflächlichen Informationsgewitter der Medien heute noch darauf, ob diese auch immer seriös und neutral berichten? Menschen sind jeden Tag vielerorts bewußt erzeugtem Stress ausgesetzt. Sie erregen sich dabei stets sehr engagiert. Zunehmend auch kollektiv in Stressgemeinschaften kultivieren sie das Aufregen regelrecht. Wo der Mensch früher noch zwischen virtueller Welt und realer Welt oszillierte, verliert er allmählich seinen Kontakt zum wahren Leben. Der greifbare Lebensraum erscheint immer verpixelter. Viele Menschen verlernen es inzwischen sogar, sich gegenseitig zuzuhören und miteinander wirklich zu sprechen. Etwas pointiert auszudrücken, das ist eine Fähigkeit, die verloren geht. Man postet sich heute lieber ganz einfach gehaltene Wortketten zu. Sonore Formulierungen und Sprachkunst, beides scheint allmählich auszusterben. Mit einem Stift handschriftlich etwas niederzuschreiben? Man plant das abzuschaffen.

Wir entwickeln uns kommunikativ zurück. Jenes virtuelle Papier, die schnöde Datei auf dem Rechner, sie ist doch so ungemein geduldig. Die neuen, neusten und allerneusten Medien lassen dabei selbst die scheusten und törichsten Narren, zu virtuellen Helden und Befreiern einer neuen Scheinwelt werden. Nur entgeht ihnen dabei oft, dass es davon unendlich viele zu geben scheint. Menschliche Beziehungen werden zu monotonen Apps verdichtet. Spannende Erlebnisse mit Freunden, sie werden zu Massively Multiplayer Online Role-Playing Games (MMORPG) umgestaltet. Sie laufen mit gesenkten Häuptern durch die Strassen, gegen Laternenpfähle und direkt vor die Straßenbahnen, stets nur ihre Aufmerksamkeit auf die Smartphones gerichtet. Nur ein ganz einfacher Mann bin ich. Vor der neuen Welt der Menschen und vor dieser unpersönlichen Dateiwelt fürchte ich mich. Inzwischen müssten wir regelrecht digital entgiftet werden.

Was einst als Bereicherung gedacht war, scheint immer mehr disruptiver Art und Weise zu sein. Irgendwann wird das reale Alltagsleben nur noch als Basis für Logistik und Versorgung der virtuellen Welt dienen. Wir wenden uns dabei vom wahren Leben ab, um unseren vielen synthetischen Träumen nachzujagen. Unsere Vorfahren, sie haben das auch schon getan, wird so mancher Leser vielleicht einwenden wollen. Doch die derzeitige Entwicklung, sie ist anders. Sie ist rasanter, viel weitreichender und scheint immer weniger beherrschbar. Unsere Träume und Bedürnisse werden so weitreichend manipuliert, wie noch nie zuvor. Es sind nicht diese angeblichen Fortschritte, die mich Bange werden lassen. Die massenhaften Verluste und die überschnelle Aufgabe von Werten, sie beunruhigen mich. Viele Werte hatten einfach ihren Sinn. Das hat sie schließlich zu Werten gemacht. Menschen müssen einfach ihre Umwelt erfahren und diese nicht, als zerhackte Wortkette in digital gepushter Form erhalten. Gefühle sollten real gefühlt und vermittelt werden und nicht als Emoticon gepostet werden, nur um sie danach mit dem halben Erdball zu teilen, um damit ein sozial kompatibles Statement zu platzieren.

Was haben wir uns früher aufgeregt, nicht in Schubladen gestopft zu werden? Doch heute lassen wir es zu, dass wir unsere Individualität mittels minimalistischer Icons zum Ausdruck bringen. Warum tun wir Menschen uns das nur an? Wir berauben uns selbst. Dabei vernetzen wir uns gegenseitig regelrecht in den Wahnsinn. Medikamente werden doch auch ausgiebig getestet und werden zumeist nur schwer zugelassen. So kennen wir das. Wir werden dazu angehalten, unsere Wohnung abzuschließen, um sie vor einem Einbruch zu schützen. Der Hausfrieden ist uns heilig. Die modernen Medien jedoch und die Köpfe hinter ihnen, sie dürfen mit uns anstellen, was sie wollen und von wo sie es wollen. Selbst wenn sie unser gesamtes Leben umkrempeln, unser Denken manipulieren, man unser Privatleben lückenlos überwacht und in ihm herumpfuscht, so wird dort nichts getestet und muß nichts zugelassen werden. Es geschieht einfach.

Das wird fatale Folgen haben und uns direkt in viele üble Katastrophen führen. Da bin ich mir sicher. Doch wenn es schließlich soweit ist, dann werden wir uns selbst leider nicht mehr helfen können. Zu wenig Menschen wird es geben, die das Wissen für diese besondere Art der Hilfe und Unterstützung besitzen. Bereits heute verfügen die meisten Menschen lediglich über eingeschränktes Nutzerwissen. Die wenigen Fachleute, die wirkliche genügend Kenntnisse haben, sie werden es immer teurer zu verkaufen wissen. Es werden dadurch richtig gefährliche Abhängigkeiten und Erpressbarkeiten entstehen. Dann wird das miese Spiel der Macht wieder einmal neu beginnen. Ich möchte das wirklich nicht miterleben müssen. Ich ahne jedoch, daß es bereits begonnen hat.

So erscheint mir meine Umwelt mit all den Menschen darin, wie ein fremder Planet. Jeden Tag blicke ich in blasse oder bemalte Gesichter. Viele sind nicht selten mit allerlei Haken und Ösen verziert. Es wird überall laut geschrien und gestritten, zu jeder Gelegenheit Fotos mit Smartphones und Digicams geschossen. Man wird heute mit den Daten der geteilten Selbstquantifizierung, bizarren Selfies und mit Fotos vom alltäglichen Mittagessen regelrecht erstickt. Zwischen Fotos vom Hauptgang und dem Dessert erleidet man nicht selten Fotos von entblößten Brüsten, Penisen und Arschritzen. In dieser neuen Welt muß man sich Unmengen von regelrecht pervers reduziertem Worte-Fastfood über sich ergehen lassen. Diese Kost fordert jedoch fast immer nur, kritisieren zumeist unsachlich, mutmaßt, greift vorzugsweise an und wirbt für bizarre Inhalte der Selbstdarstellung. Das gleicht einer Flut von Statements ohne spürbarem Gehalt. Mißverständnisse sind da an der Tagesordnung. Genau diese werden gerade bei politischen und wirtschaftlichen Entscheidung besonders interessant. Schaltet man seine Devices (Geräte) ab, dann ist man nicht nur »off«, sondern auch überall sogleich »out«. Versucht man die echte Kommunikation mit seinen Artgenossen im sogenannte Reallife, dann blickt man nur in fragende Gesichter und erntet Achselzucken. So erkenne ich rasch, daß mir meine Welt fremd geworden ist. Was einst als Bereicherung gedacht war, das ist zu einer echten Bedrohung für das sinnliche Erleben geworden.

Der Alltag erscheint mir wie ein Gruppenkäfig zu sein. Die Wunder der neuen Welt, sie werden von Game-Designern und VFX-Artists entwickelt. Man kann sie sehen und hören, jedoch nicht riechen, nicht schmecken, nicht spüren und auch nicht erfahren. Kaum ein Mensch achtet heute mehr auf die echten Wunder unserer Welt. Die Wunder in seinem Alltag, sie sind uncool geworden. Von denen haben wir jedoch längst noch nicht alle entdeckt. Es sei denn, sie sind zuvor als farbreduziertes, künstlich aufgehübschtes Foto gepostet und tausendfach geteilt worden. Wir leben in einer mehr und mehr künstlichen Umgebung und sind auch noch stolz darauf. Daher sollten wir bitte höllisch aufpassen, daß wir die wirkliche Welt nicht vernachlässigen und sie nicht unbeobachtet lassen.

So ein Fehlen an Aufmerksamkeit, es kann womöglich sehr nachteilig gegen uns benutzt werden. Da wir alle noch auf unsere reale Welt angewiesen sind, um beispielsweise in ihr zu überleben, könnte also rasch auf unserem bunten Traum, ein ganz böses Erwachen folgen. Im realen Leben, ihr lieben Menschen, da kann man leider nur einmal sterben. Ich halte es daher für einen Fehler, sich von eben genau jener Umgebung abzuwenden, aus der wir stammen und von der wir untrennbar abhängig sind. Genau das Gegenteil sollten wir anstreben. Das Streben nach virtueller Unendlichkeit und scheinbarer Vollkommenheit, es kann kein Ersatz für die persönliche Endlichkeit und Begrenztheit sein. Wir sind einfach gezwungen, uns dem Leben, mit all seinen Unannehmlichkeiten und Leiden, zu stellen. Nur so können wir sinnvoll lernen, erfahren und uns entsprechend weiterentwickeln.

Das Lärmen der Stadt, es nervt mich. Ich blicke aus dem Fenster und sehe übernächtigte Kinder. Sie schreien sich gegenseitig an. Überall liegt Müll herum. Tauben mit verkrüppelten Füßen, sie picken an alten Pommes Frites, die auf dem Boden herumliegen. Müde bin ich, so unglaublich müde. Ich mache mich auf den Weg, um mit der Straßenbahn nach Hause zu fahren. Immerhin wohne ich am Stadtrand. An der Haltestelle und in der Bahn starren die meisten Menschen gebannt auf ihre Smartphones. Andere haben die Kopfhörer ihres MP3-Players aufgesetzt. Sie nehmen ebenfalls kaum mehr aktiv am gemeinsamen Leben teil. So sitze ich auf meinem Platz und sehe einfach zum Fenster hinaus. Ich denke darüber nach, daß mir in diesem Land, würde es denn gerecht aufgeteilt sein, eigentlich etwa 4400 Quadratmeter Land zustehen müssten. Das ist gerade einmal so viel, wie ein kleines Fußballfeld. Etwa 50 Quadratmeter zum Wohnen wären das wohl vielleicht und der Rest, er wäre eine spärliche und eher karge Nutzfläche zur Bewirtschaftung - eventuell auch zur Jagd. Meine Stimmung erreicht nach diesen gedanklichen Wirren, wieder einen neuen Tiefpunkt. Ein sagenhaft mieser Alltag ist das heute wieder. Nach Sonnenuntergang wird er sogar üppig beleuchtet.

Nach einer Weile sehe ich mir die Fahrgäste genauer an. Ich stelle mir vor, wie aus den Mundwinkeln ihrer fast völlig regungslosen Gesichter, ihr Speichel in Fäden herunterhängt. Dabei tropft er manchmal auf ihre Kleidung. Doch sie reagieren und bemerken es nicht. Mit Erstaunen stelle ich plötzlich fest, daß ich über meine Phantasie nicht lachen kann. Bei dem ganzen Lärm des Alltags, da sind die Menschen tatsächlich fast völlig still geworden. Sie schreien viel und husten. Aber es gibt kaum nette Unterhaltungen. Alles ist bedrückend und erschütternd. Wir haben uns alle offenbar nichts mehr zu sagen.

Inhaltsverzeichnis

  • Über die Novelle

    Menschen werden geboren. Eine Wahl haben sie nicht. Sie sind einfach da und müssen sich irgendwie mit der Welt ihrer Artgenossen arrangieren. Doch immer mehr Geborene suchen nach Nischen für ihr Leben in einer Welt, die der Mensch für sich selbst, viel zu eng gezimmert hat. Der Erhalt von Macht...

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  • Eins. David.

    David? Das bin ich. Ich verdiene mir mein wenig Geld, als fleißiger Arbeiter im Weinberg einer großen Einkaufsabteilung. Recht gut bin ich darin, diese bunten Scheinchen zu sammeln. Diese seltsamen Wertzettel meine ich, mit denen man eine Berechtigung für das Leben in der Gesellschaft erwerben...

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  • Zwei. Heimstatt.

    Ich liege im Bett. Meine Augen sind geöffnet. Meine Fenster stehen weit offen. Ein leises Rauschen der Zugluft ist zu hören. Das Licht der Morgendämmerung kündigt den nahen Tag an. So liege ich einfach nur da und genieße den Augenblick. Ich liebe diese Ruhe. Es sind die Augenblicke, bevor die...

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  • Drei. Beobachtung.

    Wie feines Haar, so fächern sich die ersten Strahlen der Sonne über den Wipfeln der Bäume auf. Als würden sie den Wald sanft aus dem Schlaf streicheln wollen, wandern sie gemächlich über zahllose Blätter und Nadeln. Die Schatten und die Kälte der Nacht, beide weichen dem Licht und der wohligen...

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  • Vier. Begegnung.

    Es ist schon Nachmittag. Ich verspüre plötzlich erneut dieses quälende Gefühl, einer nahen Präsenz. Sicherlich ist man in den Wäldern niemals wirklich ganz für sich und alleine. Doch es ist wieder dieses Gefühl in mir zu spüren, von irgendwem oder von irgendetwas beobachtet zu werden. Möglich wäre es,...

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  • Fünf. Freiheit.

    Mir geht es tatsächlich ganz gut. Ich bin deutlich entspannt. Seit einigen Tagen lebe ich nun hier an dieser Stelle im Wald. Keinem Menschen bin ich seitdem persönlich begegnet. Das ist gut so. Einmal nur, da hörte ich die lachenden Kinder einer kleinen Familie, die offenbar auf einer Wanderung in...

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  • Sechs. Du.

    Die Zeit vergeht erstaunlich schnell, wenn man sich erst einmal frei fühlt. Es sind inzwischen einige Tage vergangen. Ich bin jedoch ziemlich schwach. Zu wenig Nahrung gibt es hier für mich. Die heutigen Wälder, sie sind tatsächlich karg und überlebensfeindlich geworden. Es ist ein Glück, daß ich...

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  • Sieben. Entscheidung.

    Ein wenig Zeit vergeht. Die Dämmerung hat bereits eingesetzt. Ich sitze noch immer auf dem alten Baumstumpf. Mir ist inzwischen etwas kalt. Über Frank habe ich nun eine Menge nachgedacht. Eine richtige Entscheidung ist es gewesen, daß er gegangen ist und ich geblieben bin. Nun warte ich auf Erja....

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  • Acht. Wahrheit.

    Die Tür öffnet sich am Morgen. Ich liege auf dem Boden vor meinem Bett. Ich bin wach. Meine Augen sind geöffnet. »Guten Morgen. Es gibt Frühstück.« Ich reagiere nicht. »Haben sie die ganze Nacht auf dem Boden gelegen?« Mir ist es egal, was die Frau von mir denkt. Weiter erntet sie nur Schweigen von...

    Weiterlesen: Acht. Wahrheit.

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