Yberseh - kostenlose E-Books und Literatur von Alexander Rossa, phantastisch, Mythen, Fantasy, Kurzprosa, Texte, Leseseite, Reader, Geschichten, Bücher, Existentialismus, Emotionen, Abenteuer

Marshas Bewusstsein war auf geheimer Mission.
Auch Jan war nicht mehr im Erdäum Terra.
Doch die Menschen, sie waren dort, und sie waren fassungslos.

Die Erde spielte ziemlich verrückt. Schwere Unwetter suchten immer wieder weite Landstriche heim. Erdbeben mit enormen Kräften zerstörten ganze Staaten. Wuchtige Tsunamis verwüsteten ganze Küstenregionen und forderten unzählige Tote. Die Rohstoffe wurden knapp. Gesellschaften führten sinnlose Kriege gegeneinander. Das Klima bereitete den meisten Wissenschaftlern Sorge. Man befürchtete sogar das Sterben der Meere. Ein unglaublicher Niedergang von Leben wäre die Folge.

Die Bewohner dieser kleinen, blauen Kugel im grenzenlos erscheinenden Weltall, sie verloren mehr und mehr den Glauben an ihre Religionen.
Viele suchten nach Alternativen.
Der Aberglaube erfasste inzwischen Menschen, von denen man bisher meinte, sie wären aufgeklärt und modern gewesen.
Die Welt veränderte sich rasanter, als seine Bewohner bereit waren, es leben zu können. Etwas schien einfach nicht mehr zu stimmen.
Alles war aus dem Gleichgewicht zu geraten.
Wissenschaft und Politik sollten Lösungen präsentieren, die es nicht gab, oder die einfach nicht gesehen werden konnten. Deutlich spürten die Menschen in Terra, das etwas

Bedrohliches in der Luft hing.

Sie waren gefangen auf einer blauen Kugel, die allmählich unbewohnbar wurde. Der Verlust von Hoffnung auf ein glückliches Leben und Alter, er belastete viele von ihnen. Der Druck auf sie und die Menge an psychischen Erkrankungen bei den Menschen in Terra, sie nahmen drastisch zu. Viele Angehörige der jungen Generationen, sie resignierten und verfielen dem Alkohol. Andere nahmen sich das Leben. Immer weniger war die Wirtschaft in der Lage, diese massiven Ausfälle von Leistung zu kompensieren. Die Systeme drohten zu kollabieren.

Genau zu dieser Zeit geschah es, dass überall auf der Welt seltsame Phänomene beobachtet wurden. Nahezu täglich wurde über ominöse, unbekannte Flugobjekte berichtet, über kuriose Lichtphänomene und paranormale Geschehnisse.
Die Menschen waren verunsichert. Viele stellten ihren Glauben in Frage.
Es wurden Stimmen über den nahenden Weltuntergang laut.
Nur mit Mühe schafften es die Sicherheitsorgane, für Ruhe und Besonnenheit zu sorgen. Doch wie lange konnte man das Offensichtliche noch mit Desinformationskampagnen, fragwürdigen Psychotricks und abgestimmten Kommunikationsstrategien vertuschen?
Die Regierungen gerieten allmählich in einen panikartigen Zustand.
Zu oft schon waren in weit weniger unsichereren Lagen politische Mächte erstarkt, die für menschliche Katastrophen und Weltkriege gesorgt hatten.
Der Rückfall in mittelalterliche Zustände wurde befürchtet.

War man bisher der Auffassung, das man über wenige religiöse Institutionen, wie beispielsweise die Kirchen, ein Volk gut im Griff hatte und es steuern konnte, so geriet man plötzlich in die Gefahr, dass die Menschen sich von diesen Institutionen abwandten.
Das war eine Bedrohung für die allgemeine Stabilität und die Macht der Regierungen.
Doch wie sollte man dieser Bedrohung begegnen?

Offenbar fanden sich keine schnelle Lösungen auf die Probleme in Terra.
Auch war es unheimlich zu beobachten, wie die Anzahl unerklärbarer Phänomene drastisch zu nahmen. Fast schien es so, als wollte eine unbekannte Macht in Terra einfallen.
Sie schien alle diese Unsicherheiten zu provozieren und übte damit Druck auf die Menschen und ihre sozialen Systeme aus.
Doch das alles, es passte nicht in das bekannte Weltbild.
Das alles durfte nicht sein.
Doch es geschah.

Die Kultur der Ambalosis im Erdäum Kavinisch hatte Terra entdeckt.
Ambalosische Agenten hatten in den den letzten Jahren die Gesellschaften Terras infiltriert. Ihre Fähigkeit reisen zu können, sie hatte es möglich gemacht, dass viele Menschen von einem ambalosischen Bewusstsein besetzt waren. Sie nahmen wichtige politische Positionen ein und manipulierten das spirituelle Denken der Menschen. Zudem brachten sie immer mehr Umbrae Mortis mit nach Terra. Sie entzogen dem Erdäum das Xyralum und verschlimmerten damit die Lage der Menschen in den Ländern Terras erheblich. So waren sie immer wehrloser den ambalosischen Agenten ausgesetzt. Es war ihnen kaum mehr möglich, Lösungen für die einfachsten Probleme zu finden.

Viele wissenschaftliche Misserfolge waren zu verzeichnen.
Das wenige Xyralum in Terra, es reichte nicht mehr aus, um den Geist der Menschen zu beflügeln.
Die geringe Anzahl Xyrale, sie wurden gnadenlos von den Agenten der Ambalosis gejagt und systematisch ausgeschaltet.
Doch es war nur die erste, eher unscheinbare Phase eines Krieges, der um die Existenz eines Erdäums geführt wurde.

Genau zu diesem Zeitpunkt strahlte ein Fernsehsender eine Unterhaltungsshow aus, bei der es um übersinnliche Fähigkeiten ging.
Die Menschen liebten diese neue Art von Show, bei der eine ganze Reihe von recht umstrittenen Künstlern auftrat.
Einige zauberten den Menschen etwas vor, andere versuchten Gedanken zu lesen; wieder andere versuchten mit waghalsigen Mystery-Einlagen die Zuschauer zu begeistern. Eigentlich waren solche Shows nicht wirklich etwas Besonderes.
Nur selten geschah in diesen Shows einmal etwas, was nicht nur an einen eher zweitklassigen Zaubertrick erinnerte.
Nein, was hier nun im Fernsehen gezeigt wurde, das war extrem ungewöhnlich.
Ein Mann mit dem Künstlernamen Marani behauptete, mit Hilfe eines kleinen Mädchens, Hellsehen zu können.
Marani ließ dazu das Mädchen in das Publikum gehen und Menschen seiner Wahl berühren. Diesen Menschen erzählte Marani dann etwas aus ihrem Leben und sah auch hier und da Zukünftiges vorher.

Viele Zuschauer klebten förmlich an ihren Fernsehern, um zu beobachten, was dieses kuriose Paar ihnen dort vorführte.

Als beide ihre Show fast fertig vorgeführt hatten, berührte das Mädchen plötzlich einen älteren Herrn, der sich gegen die Berührung etwas sträubte.
Marani sah ihn konzentriert an, und die Musik spitzte sich dramatisch zu.
Dann wurde Marani plötzlich kreideweiß.
Er verließ die Bühne und lief zu dem berührten Zuschauer.
Seine Tochter stand noch immer neben ihm.
Die Kameras verfolgten Marani.
Der Showmaster stand auf und wurde unruhig.
Dieses Vorgehen hatte nicht in seinem Show-Board gestanden.
Es war nicht geprobt worden.
Die Zuschauer im Publikum und vor den Fernsehern hielten die Luft an.
Als Marani vor dem Mann stand, der ihn unsicher ansah, packte er seine Tochter und riss sie unsanft von dem Mann weg.

»Doro, verschwinde. Schnell, hinter die Bühne!«, schrie er das Mädchen an, die ihn völlig verängstigt ansah.

Sie tat, was ihr Vater wollte und rannte gleich los.
Die Luft war zum Zerschneiden gespannt.

»Ich weiß genau, was Sie hier wollen.«, sprach Marani den älteren Herrn an, der inzwischen von seinem Stuhl aufgestanden war. »Sie werden unsere Welt nicht bekommen, Sie Bastard! Ich werde Ihnen hier und jetzt das Handwerk legen.«, schrie er den aufgeschreckten Zuschauer an.

Im Publikum standen einige andere Zuschauer ebenfalls erregt auf.
Der Showmaster gab Zeichen, die Übertragung abzubrechen.
Doch jeder halbwegs gute Kameramann war in solchen Augenblicken für solche Kommandos taub.

Marani packte den Mann an seinem Kragen und schleuderte ihn zu Boden.
Frauen schrien hysterisch auf als er begann, den Zuschauer mit gnadenloser Härte zu würgen. Marani wollte den Mann erwürgen, ihn tatsächlich vor laufenden Kameras töten.

Von den Seiteneingängen kamen sogleich einige recht kräftig wirkende Typen in Nadelstreifenanzügen herein gestürmt und warfen sich auf die beiden kämpfenden Männer. Der ältere Zuschauer, er war bereits bläulich im Gesicht angelaufen und lag röchelnd auf dem Boden.

Mehrere Männer waren notwendig, um Marani von dem Zuschauer zu lösen und ihn dann aus der Halle zu zerren. Immer wieder schrie er dabei in das Publikum: »Ihr müsst sie aufhalten! Sie werden uns alle töten? Sie sind überall!«

Sanitäter stürmten herbei und halfen dem röchelnden Opfer.

Marani wurde vor der Halle der Polizei übergeben.
Als sich die Tür des Polizeiwagens hinter Marani schloss, bekam er noch zu Ohren, wie der Showmaster in der Halle versuchte, das Publikum zu beruhigen.
Dann wurde er in Handschellen zum Hauptrevier der Polizei gebracht.



Während der gesamten Fahrt versuchte er den beiden Beamten zu erzählen, dass sie den falschen Mann verhaftet hatten. Die eigentliche Bedrohung würde von dem Gast ausgehen, jenem Mann, den er angegriffen hatte.

»Das können Sie alles dem Dienst habenden Kripobeamten auf dem Revier erzählen. Haben Sie etwas getrunken? Haben Sie Drogen konsumiert?«, fragte der Beifahrer ihn immer wieder.

Doch Marani schüttelte nur den Kopf und hielt es schließlich für besser, erst einmal zu schweigen.

Als man ihn in das Büro zur Aufnahme seiner Daten und zum Verhör brachte, saßen dort schon zwei andere Beamte, die ihn grimmig ansahen.

»Was ist mit meiner Tochter? Wer kümmert sich um Doro?«, fragte er die beiden Männer, ohne sie vorher zu begrüßen.

»Für sie ist erst einmal gesorgt. Jetzt geht es aber um Sie, Hr. Bauer, Gerd Bauer, richtig?«

»Ja, so heiße ich. Aber mir wäre es lieber, wenn Sie mich weiter Marani nennen würden. Ich habe mich schon zu sehr an diesen Spitznamen gewöhnt. Jeder nennt mich Marani.«

»Nun gut, Marani, nehmen Sie doch bitte Platz.«

Marani setzte sich auf den Stuhl und wurde zunächst einmal belehrt.
Seine persönlichen Daten wurden abgefragt.
Ein Arzt kam und nahm ihm Blut ab, um es auf Drogen und Alkohol zu testen.
Danach bot man ihm einen Kaffee an, den er dankend an nahm.
Er beruhigte sich etwas.

»Nun erzählen Sie uns doch, Marani, warum Sie den armen Mann angegriffen haben? Kennen Sie ihn überhaupt?«

»Nein, ich habe ihn noch nie zuvor gesehen. Doch als ich mich mit ihm verbunden hatte, da erkannte ich, dass er anders war. Er ist eine Bedrohung für alles Lebende auf dieser Welt. Sie müssen mir glauben. Nehmen Sie ihn fest. Ziehen Sie diese Kreatur aus dem Verkehr, bevor er und seine Artgenossen uns alle umbringen werden.«

Beide Beamte sahen sich an.
Es war sofort klar, dass sie Marani nicht ernst nahmen.

»So. so..., Sie hatten sich also mit ihm verbunden. Wie sollen wir uns das vorstellen?
Ist das etwas so, wie bei Star Trek mit dem Counselor, dieser Deanna Troi? Die hat sich auch immer ganz cool mit anderen Menschen verbunden.«, fragte ihn der ältere, der beiden Beamten.

Sein Kollege lachte laut auf. »Seit wann bist du denn ein Trekkie, Walter? Ich glaube es ja nicht...«

»Doch, ich stehe voll auf die Serie. Man kann wunderbar vom Alltag abschalten, wenn man sich das Zeug ansieht. Die Frauen dort sind auch nicht übel.«, bekam er als Antwort.

»Ja, habe ich auch schon einmal gesehen. Die haben immer diese engen Klamotten an, bei denen man alles sehen kann. Das muss ich gleich einmal deiner Inge erzählen, Walterchen.«, witzelte sein Kollege.

»Ja, so ähnlich.«, unterbrach ihn Marani etwas genervt.
Er sah beide auffallend ernst an.

»Gehen wir ruhig einmal davon aus, Sie hätten sich mit ihm verbunden. Was haben Sie denn da genau gesehen?«, fragte der ältere Beamte weiter und versuchte, ernst zu bleiben.

»Dieser Mann, er ist zwar ein Mensch, aber er gehört nicht hier in diese Welt. Er und seine Freunde, sie wollen uns ausbeuten und danach sterben lassen. Ich habe gesehen, dass es sie schon überall auf der Erde gibt. Man erkennt sie nicht. Sie sind eben wie wir. Nein, sie sind wir und doch wieder auch nicht. Nur Menschen mit meiner Begabung können sie wahrnehmen. Warum das so ist, das weiß ich selbst nicht.«

»Sie müssen aber schon zugeben, dass Sie eine Menge von uns verlangen. Wir sollen Ihnen das glauben? Für mich hört es sich an, als ob Sie ein psychisches Problem haben. Vielleicht stehen Sie unter irgendeiner Droge oder einem Umweltgift. Der Mann hat friedlich im Publikum gesessen, bis Sie über ihn hergefallen sind. Ist ihnen klar, dass wir das als einen echten Mordversuch sehen könnten?«

»Gewiss könnten Sie das. Würde ich vielleicht auch so sehen. Doch ich habe Recht, auch wenn es schwer zu glauben ist. Diese Kreaturen sind für das Chaos auf unserer Welt ganz entscheidend mit verantwortlich. Sie sind doch nur so erfolgreich, weil wir zu blöd und zu arrogant sind, sie zu erkennen und erkennen zu wollen.«

»Ja, Marani, Sie sagen es. Doch was meinen Sie, was für seltsame Geschichten wir uns hier fast jeden Tag anhören müssen. Vielleicht ist es doch auch eher so gewesen, dass Sie ihn doch von irgendwo her kennen. Eine offene Rechnung aus der Vergangenheit musste beglichen werden. Sie haben einfach nur die Chance gesehen und gleich wahrgenommen. War es nicht eher so gewesen?«, fragte Walter Marani.

»Klar, ich begleiche die Rechnung mitten in einer Show vor so vielen Zuschauern. Für wie blöd halten Sie mich eigentlich? Es ist so, wie ich es Ihnen schon sagte. Auch denke ich, dass ich jetzt einen Rechtsanwalt bekommen möchte. Ich muss mir Ihre Unterstellungen nicht gefallen lassen.«

»Ganz so, wie Sie meinen. Wir werden uns wieder unterhalten, wenn Ihr Rechtsbeistand dabei ist.«

Marani durfte einen Rechtsanwalt anrufen. Danach führten Sie ihn in eine der Zellen und schlossen ihn ein.



Als sich seine Zellentür nach einer Weile wieder öffnete, stand dort ein Mann mit einem dunklen Anzug.

»Anziehen, und kommen Sie mit.«, meinte dieser nur trocken zu Marani.
Er zog sich an und folgte dem Mann, der ihn an einigen Polizeibeamten vorbei, aus dem Polizeigebäude führte.

»Was ist denn nun? Was soll das? Bin ich jetzt doch wieder frei?«, fragte Marani den Mann.

»Folgen Sie mir einfach. Sie werden dann schon sehen.«

»Ich will Ihnen aber nicht folgen. Wer sind Sie eigentlich?«

»Doch, Sie werde es tun. Wenn nicht, dann werden Sie schon bald ein toter Mann sein. Die warten nur darauf, Sie in die Finger zu bekommen.«

»Was reden Sie da? Wer will mich in seine Finger bekommen?«

»Die Freunde des Mannes, den Sie heute fast erwürgt haben.«

»Also hat mir doch jemand geglaubt. Ich wusste es doch. Die sind echt. Ja, ich wusste es.«

»Halten Sie endlich die Klappe, und folgen Sie mir einfach.«

Marani folgte dem seltsamen Mann.
Er führte ihn zu einem schwarzen Auto, dessen Türen sich sogleich öffneten, als sie dort ankamen.

»Los, einsteigen.«, meinte der Mann weiterhin trocken zu Marani.

Er stieg ein, der Mann setzte sich gleich neben ihn. Auf den Vordersitzen saßen zwei weitere Männer, die beide ebenfalls nicht sehr freundlich wirkten.

»Losfahren, schnell.«, meinte der Mann dann knapp zum Fahrer.

Der Wagen fuhr gleich los.
Marani sah sich um und stellte fest, dass das Fahrzeug gepanzert war.

»Wir werden verfolgt.«, meinte der Fahrer.

»Verhalte dich ganz normal. Sie wissen ohnehin, was wir vor haben und wohin wir mit ihm wollen. Unser einziger Schutz ist es, dass sie nicht auffallen wollen.«, meinte der Mann neben Marani.

Die Fahrt ging durch die ganze Stadt, bis zu einer Tiefgarage eines Hochhauses.
Sie fuhren nach unten.
Hinter ihnen schloss sich das Garagentor, so dass man ihnen nicht mehr folgen konnte.
Als sie geparkt hatten, führten die Männer Marani in den Fahrstuhl und fuhren ganz nach oben in das 14. Stockwerk des Hauses.

Als sich die Fahrstuhltür wieder öffnete, fanden sie sich mitten in einem riesigen Raum wieder, in dem ein großer Konferenztisch stand, an dem niemand saß.

»Los, Marani, setzen Sie sich hin und schweigen Sie, bis Sie etwas gefragt werden.«

Marani nahm Platz und sah sich unsicher im Raum um.
Der Ort, an dem er sich befand, er war ziemlich dunkel, aber modern und vornehm eingerichtet. Die Fenster waren getönt. An der Decke waren mehrere kleine Kameras angebracht. Sie waren kaum zu erkennen. Man musste ganz genau hinsehen. Marani kannte diese kleinen Kameras aus den Kaufhäusern ganz gut. Als Verkäufer waren sie für Marani Alltag. Er war Springer. Springer waren Verkäufer, die in den Kaufhäusern immer dort eingesetzt wurden, wo gerade dringend Bedarf war.

Plötzlich öffnete sich der Fahrstuhl.
Ein Mann kam herein.
Er hatte ein fast kindliches Aussehen.
Zudem war er ziemlich klein, aber gut angezogen.
Der Mann hatte kaum Bartwuchs.
Man konnte fast meinen, er würde noch zur Schule gehen.

»Behalten Sie Platz, Marani.«, sagte er und setzte sich gegenüber von ihm, an den Tisch.

Seine Stimme war hell und seltsam, was wohl auch an seiner Körpergröße lag.

»Was geht hier nur vor? Diese Kreaturen...«, begann Marani.

»Ich werde Ihnen alles erklären.«, unterbrach ihn der kleine Mann. »Mein Name ist Schmidt, Professor Dr. Schmidt. Das ist natürlich nicht mein richtiger Name. Die Titel sind es allerdings schon.«, gab der Zwerg schmunzelnd an. »Doch das sollte Ihnen egal sein. Wir haben Sie hier in dieses Etablissement gebracht, weil wir um diese Bedrohung wissen, die Sie so üppig erwähnt haben. Nur ist uns nicht klar, was uns hier wirklich bedroht. Wir beobachten schon seit einigen Jahren, dass etwas mit unserer Entwicklung nicht stimmt. Mit den Menschen stimmt etwas nicht. Zunächst haben wir angenommen, das Internet und die wesentlich verbesserten Möglichkeiten, sich auszutauschen, sie würden die Ursache für die Veränderungen sein. Doch bei genauer Betrachtung und Auswertung aller Beobachtungen gelangten wir rasch zu dem Schluss, dass wir Menschen geschickt manipuliert werden. Etwas Fremdes nimmt Einfluss auf uns und unsere Systeme.«

»Wie kann das denn nur sein? Sind es vielleicht außerirdische Lebensformen? Man liest ja immer wieder von den vielen Ufo-Sichtungen in den letzten Jahren.«

»Marani, nein, es sind nicht extra terrestrische Lebensformen. Jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinn. Ich denke, wir haben es hier mit einer hochentwickelten Form von Leben zu tun, die sich bisher im Hintergrund bewegt hat. Doch wir nehmen an, dass unsere Fortschritte bei den Informationstechnologien und der globalen Vernetzung nicht unbemerkt geblieben sind. Unsere Annahme, alleine auf dieser Welt zu sein, sie war mehr, als töricht. Wir haben unseren Fortschritt nicht abgesichert und uns dadurch extrem angreifbar gemacht.«

»Wer ist wir? Sind Sie von der Regierung?«, fragte Marani weiter. Er war inzwischen neugierig geworden.

»Nein, wir sind eine geheime Gruppe Menschen, Forscher, Militärs, Sicherheitsexperten, die von den Vereinten Nationen beauftragt wurden, das Potential dieser Gefahr auszuloten. Wir haben beobachtet, gesucht und schließlich auch etwas gefunden. Doch das, was wir fanden, das war extrem alarmierend. Offenbar werden die Regierungen der Welt von Menschen unterlaufen, deren Bewusstsein geschickt manipuliert wird. Die Probleme der Welt wachsen. Jeder hat das schon bemerkt. Doch es scheint so zu sein, als das diese manipulierten Menschen alles versuchen, Problemlösungen zu torpedieren. Dabei agieren sie nicht wirr, sondern konzertiert und gesteuert. Auch verstehen sie es, geschickt ihre Spuren zu verwischen und sich zu tarnen. Das alles läuft auf einem Niveau, das uns weit überlegen ist. Wir begreifen das, was da vorgeht, nicht einmal in seinem Ansatz. Sie lassen unsere Welt einfach sterben, und wir Menschen begreifen diesen Umstand nicht. Die Menschen gehen davon aus, dass alles unsere eigene Schuld ist. Aber dieser Gedanke, er stimmt eben nur bedingt. Wir werden unglaublich geschickt daran gehindert, uns selbst zu helfen.«

»Ich wusste es. Schon als ich den Typen im Publikum wahrnahm, wusste ich, dass sie gefährlich sind. Wir müssen sie bekämpfen und von unserer Welt jagen.«, warf Marani ein. Er war aufgeregt, hatte Angst.

»Ja, dieser Typ im Publikum, er war einer von ihnen. Doch es ist uns nicht damit geholfen, sie einfach alle zu töten. Wir wissen einfach zu wenig über sie. Woher kommen sie? Warum wollen sie die Welt zerstören? Alles das sind Fragen, die wir zunächst lösen müssen. Wie können wir einen Krieg gegen Menschen führen, die überall in der Welt verteilt sind und keiner bekannten Gruppe oder Staat angehören? Immerhin könnten wir uns womöglich alle gegenseitig töten. Damit wäre ihr Ziel dann auch erreicht. Wie schon erwähnt, Marani, sie sind uns weit überlegen. Zunächst beschränken wir uns darauf, sie besser erkennen zu können und sie überall zu stören, wo es uns möglich ist. Das ist ein erster Ansatz.«, endete der kleine Mann.

»Spirituell veranlagte Menschen, eben so, wie ich es bin, sie scheinen manchmal die Fähigkeit zu besitzen, sie erkennen zu können.«, meinte Marani.

»Das ist korrekt. Hellsichtig veranlagte Menschen können sie wahrnehmen. Sie können ihr wahres Gesicht erkennen. Je jünger die Hellseher sind, desto besser erkennen sie diese offenbar feindlichen Wesen. Deshalb sind Sie hier, Marani. Wir suchen echte Hellseher. Sie sind einer. Das heißt, dass wir Ihre Hilfe brauchen und das heißt aber auch, dass Sie in großer Gefahr sind. Diese Wesen wollen Ihnen an den Kragen. Sie wollen alle echten Hellseher töten. Aus genau diesem Grund ist Ihre Auftragslage zur Zeit so ausgesprochen gut. Wir haben uns erlaubt, weltweit eine Kampagne zu starten, die übersinnliche Fähigkeiten beim Menschen in die Öffentlichkeit drückt. Wenige Hellseher auf der Welt sind leichter zu finden, als wenn plötzlich jeder zweite Mensch einer zu sein vorgibt. Man kann Bücher zum Thema lesen, Filme anschauen, im Fastfood-Restaurant an der Ecke kleine Hellseherfigürchen aus Plastik zu seinem Essen mit dazu kaufen. Die Menschen wollen ins Fernsehen, in die Medien und berühmt werden. Das nutzen wir aus, um die echten Hellseher zu schützen. So wird es schwieriger für die Angreifer, sie aufzuspüren.«

»Allerdings auch für Sie, richtig? Sie brauchen Hellseher doch auch.«, unterbrach ihn Marani.

»Ja, auch für uns.«

»Wie soll es nun weiter gehen? Kann ich meine Tochter sehen?«

»Ihrer Tochter geht es gut. Wir haben sie geschützt untergebracht. Sie ist auch in Gefahr. Wir halten es für besser, wenn Sie ihre Tochter erst einmal nicht sehen.«

»Sind Sie verrückt, Professor? Ich will unverzüglich zu meiner Tochter gebracht werden.«

»So seien Sie doch vernünftig. Wenn Sie nicht einsehen, dass eine befristete Trennung ihr Leben schützt, dann wird sie wohl umgebracht werden. Oder diese Typen benutzen sie als Druckmittel, um an Sie heran zu kommen.«

»Wir müssen etwas unternehmen. Die Welt muss von der Bedrohung erfahren.«, warf Marani entsetzt ein.

»Nein, dass muss sie nicht.«, war eine laute Männerstimme zu hören, und die Fahrstuhltür öffnete sich. Es kam ein gut gekleideter Mann mit zwei Leibwächtern aus dem Fahrstuhl.

Marani traute seinen Augen kaum.
Es war Bundeskanzler Herbert Weinberger.

»Jedenfalls noch nicht.«, meinte der schon betagte Kanzler weiter und stellte sich direkt vor Marani an den Tisch. »Ich werde Sie nicht zwingen, sich für ihr Land und seine Menschen einzusetzen. Doch ich bitte Sie als Bundeskanzler dieses Landes. Marani, wir müssen nun alle zusammen halten. Die Lage ist sehr ernst. Aus diesem Grund bin ich persönlich gekommen, um Sie zu bitten. Glauben Sie mir, es war nicht leicht, unbemerkt hier zu Ihnen zu kommen. In der Vergangenheit haben wir über Menschen, so wie Sie es sind, mehr gelacht, als sie ernst genommen. Das war ein Fehler. Wir haben erkannt, dass einseitiger Fortschritt Lücken öffnet und uns einseitig fast blind werden lässt. Hier sind Türen und Tore den Angreifern weit geöffnet worden. Leider kann ich nicht mehr sagen, dass es nur mögliche Angreifern wären, da sie bereits eingedrungen sind.«, meinte Herbert Weinberger und drehte sich etwas vom Tisch weg. »Doch wir werden diese Lücken schließen. Noch ist es nicht zu spät. Wir haben das erkannt. Deutschland hat das erkannt. Die Welt hat das erkannt.«

Er drehte sich wieder zum Tisch und sah erst den Professor an, dann Marani.

»Ja, selbst der Papst in Rom, er hat das erkannt. Marani, jetzt müssen Sie das erkennen. Helfen sie uns.«

Der Bundeskanzler sah Marani tief in die Augen.
Er war ein Vollblutpolitiker und verstand es, Menschen um seine Finger zu wickeln.
Ein leichtes aufmunterndes Zwinkern, fast freundschaftlich war es, sollte Marani abholen. Doch Marani sah plötzlich weg und dreht sich um.

Die Leibwächter reagierten sofort.
Sie beobachten jede seiner Bewegung.

»Ich denke mir, dass wir ohne die Menschen nicht weiterkommen werden. Die Menschen müssen von der Bedrohung erfahren. Es kann die Ehefrau sein, der Nachbar, der Chef in der Firma, überall können diese Kreaturen lauern und ihr Schadwerk verrichten. Wenn wir sie nicht einweihen, dann werde ich mit schuldig sein, wenn es viele Opfer gibt und Anklagen laut werden. Das möchte ich nicht, Herr Bundeskanzler, Herr Professor.«

»Sie werden doch informiert. Nur eben noch nicht sofort. Alles zu seiner Zeit, Marani. Ich verspreche Ihnen das.«, versuchte Herbert Weinberger zu überzeugen. »

Ja, so wie es Politiker versprechen? Oder versprechen Sie es als Mann der Ehre und als Mensch?«

Der Bundeskanzler verzog sein Gesicht und wurde ernster.

Seine Leibwächter schienen weiter gefasst zu sein, aber man konnte spüren, dass sie genau zuhörten, was gesprochen wurde.

»Ich verspreche es Ihnen als ein Mann der Ehre und als Mensch, Marani. Bevor ein Chaos losbricht, wird die Welt informiert. Ich verspreche es.«, sagte Herbert Weinberger und hielt Marani seine ausgestreckte Hand entgegen.

Marani blickte ihn genau an.
Dann nahm er die Hand und drückte sie fest.

»Es freut mich, Sie nun doch noch für uns gewinnen zu können. Hr. Professor Schmidt wird Ihnen alles erklären und Sie einweisen. Sie und ihre Tochter, sie sind bei uns in guten Händen.«, meinte der Bundeskanzler, bevor er sich mit einem kurzen Nicken vom Professor verabschiedete und sich dann seinen beiden Begleitern zu wendete.

Er wollte wieder gehen.
Er war eben der Bundeskanzler, und er hatte stets wenig Zeit.
Die Welt zu retten, das musste für ihn zwischen zwei Termine gepresst werden.

Doch gerade, als sich die Tür des Fahrstuhls öffnete, wurde er von einem der Leibwächter brutal zur Seite geschoben. Der Mann stürzte auf den Tisch und Marani zu, während der Bundeskanzler zu Boden fiel.
Sofort reagierte der andere Leibwächter und warf sich auf Herbert Weinberger, um ihn zu schützen. Der Angreifer stürzte auf Marani zu, griff zu seinem Waffenhalfter, nahm entschlossen seine Pistole und zielte auf Marani.
Der kleine Professor hatte seine Augen vor Schreck weit aufgerissen und schien wie gelähmt zu sein.
Plötzlich brach der Mann seinen Angriff ab.
Er fiel auf die Knie.
Dann begann er die Waffe in seiner Hand, gegen sich selbst zu richten.
Mit aller Kraft versuchte er, sich dagegen zu wehren.
Doch sein Bemühen, es war völlig ohne jeglichen Effekt.
Dem Angreifer standen Schweißperlen auf der Stirn.
Er stöhnte.
Dann begann er zu flehen.
Doch als die Mündung direkt von unten gegen seinen Unterkiefer zeigte, löste sich der Schuss und es krachte laut.
Der Mann fiel leblos zu Boden.
Überall war das Blut durch den Raum gespritzt.
Es roch seltsam nach Feuerwerk im Raum.
Marani war geschockt.
Entsetzt blickt er auf den toten Mann zu seinen Füßen, dann zum Bundeskanzler, der erschrocken unter seinem Leibwächter hervor sah.

Marani war in letzter Sekunde seinem Tod entkommen.
Doch wer hatte den Tod des Mannes zu verantworten?
Marani sah zum Professor, blickte ihn eindringlich an.
Dann wurde er bleich im Gesicht.
Er hatte in den Geist des Professors gesehen.
Er wusste nun, zu was der Professor in der Lage war.
Nicht nur Marani war ein ungewöhnlich begabter Mann in diesem Raum.
Der kleine Professor, er war es auch.

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    Die U-Bahn war fast leer. Das war gut so. Wäre sie voll gewesen, hätte die kleine Gruppe sie wegen Püppi nicht nehmen können. Große Hunde in vollen U-Bahnen waren ein Problem, hatten man für sie keinen Maulkorb dabei. Da half es auch nicht, für sie einen ermässigten Fahrschein zu besitzen. Die...

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  • Ohne Ausweg (15)

    Obwohl es auf dem zugigen Bahnsteig ziemlich eng war, hatten die Männer sie schon bald eingekreist. Püppi bellte. Marsha konnte ihn kaum halten. Memba sah sich panisch um. Marani versuchte Tina zu schützen. Dann fasste einer der Männer Memba an der Schulter an. Sie dreht sich um und schlug gekonnt zu. Der...

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  • Der Sonnenaufgang (16)

    Es war weit nach Mitternacht, als Bina meinte, dass die Umbrae Mortis wohl wieder wieder fort wären. Die Schatten waren nicht in das Haus gelangt. Sie hatten offenbar Glück gehabt. Auch schwebte das Licht der Hoffnung völlig ruhig in der Luft und war mehr nur noch zu erahnen, als dass man es sehen...

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