Yberseh - kostenlose E-Books und Literatur von Alexander Rossa, phantastisch, Mythen, Fantasy, Kurzprosa, Texte, Leseseite, Reader, Geschichten, Bücher, Existentialismus, Emotionen, Abenteuer

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Teil 1

Oft sitze ich am frühen Morgen in der Natur. Wunderbar ist die allgegenwärtige Stille und die Harmonie, mit der die Welt um mich herum konstruiert ist. Alles scheint nahtlos ineinander zu greifen und sich optimal zu ergänzen. Düfte, Farben und Geräusche lassen meine Sinne regelrecht explodieren. Es entsteht für mich der Eindruck einer friedlichen Welt.

Doch kaum tritt etwas Menschliches auf die Erlebnisbühne, so fällt es unverzüglich, als störender Fremdkörper auf. Menschliches erscheint mir fast ausnahmslos disharmonisch. Ob es ein Motorrad ist, das durch den Wald donnert oder auch nur die lauten und nicht angepassten Stimmen einiger Wanderer, eben alles das, es passt nicht in das natürliche Bild dieser Welt. Fast schon erscheint es mir, als wäre der Mensch eine schier unerschöpfliche Quelle jeglicher Disharmonie.

Es reicht ihm offenbar nicht, dass er seinen eigenen Lebensraum und den Lebensraum sämtlicher anderer Lebewesen dieser Welt bedroht und zerstört. Nein, er verbreitet eine allgegenwärtige Störung und nervöse Unruhe, die ich oftmals einfach nur als widerwärtig empfinde. Wie ein schlecht erzogenes Kind mit maßlos überzogener Selbstüberschätzung, so poltert und lärmt die Menschengöre über diese winzige, blaue Kugel im All. Unsere Erde, sie ist ein Glücksfall, ein Segen für das Phänomen »Leben« in dem uns endlos erscheinenden Weltenraum. Würde er das nicht nur wissen, sondern auch endlich begreifen...


Teil 2

Menschen hasten an mir vorbei. Einige von ihnen, sie blicken mich an. Doch sie sehen mich offenbar nicht. Meinen Körper nehmen sie wohl wahr, mich als Mensch jedoch nicht. Viele wenden sich ab. Als wären sie von meinem Anblick angewidert, so deute ich ihre Blicke. Sie scheinen mich zu verachten, ohne mich zu kennen. Augenscheinlich bin ich ihnen, ein unwillkommener Artgenosse.

Vom Alltag getrieben und in nervöser Hetze, so drängen sie sich zwischen den Häuserschluchten hindurch. Es scheint für sie eine Qual zu sein, an Ampeln warten zu müssen. Jeder von ihnen hat sein persönliches Ziel vor Augen. Keiner toleriert Ablenkung. Das Leben ist kurz, so die allgemeine Parole. Fast immer fühlt es sich zu kurz an, um alle seine Ziele erreichen zu können. So viele alte Träume sind zu realisieren. Für neue Träumprojekte, da bleibt kaum Zeit. Lebenszeit scheint immer dramatischer verknappt zu werden.

Unsere Zeit wird von anderen Menschen fremd verwaltet und gegen harte Währung gehandelt. Es erscheint uns nahezu unlösbar, eine befriedigende Zielerreichung und Traumrealisierung zu erlangen. Wir sind uns unserer Endlichkeit unangenehm deutlich bewusst. Irgendwann ist es dann auch schon vorbei mit unserem Leben.

Wir streben es an, auf dem Sterbebett halbwegs erfüllt auf unser Leben zurückblicken zu können. Angekommen, das möchten wir sein. Doch bereits in jungen Jahren ahnen wir, dass es wohl anders kommen wird. Zu viele Ziele und Träume wurden in unsere Köpfe gespült, als das sie alle in einem Menschenleben zu realisieren wären. Das ist vielen Menschen oft ein schrecklicher Gedanke. Wir ziehen es vor, diesen rasch zu verdrängen und das Thema Endlichkeit zu tabuisieren.

So hetzen wir also, als wären wir von einer Art Goldrausch besessen, durch unser Leben. Wir beschleunigen ständig unseren Alltag und reichern ihn an, mit immer mehr Inhalten und selbst auferlegten Zwängen. Medien und Werbung verleiten uns stets, den Takt zu erhöhen.

Wie Reisende in einer Art Schnellzug, als dieses Bild sehe ich uns. Wie ein zu schnell ablaufender Film, so rast die Lebenslandschaft mit ihrem Multioptionsgebirge an unserem Waggonfenster vorbei. Nur noch in der Ferne ist dabei überhaupt etwas erkennbar. Doch viele Menschen, sie sind nahezu krankhaft getrieben und so sehr in Eile, als dass sie nicht einmal auch nur kurz, von ihrem Projektwerk aufblicken möchten. Wie in einer künstlichen Reisekapsel gefangen, so erledigen sie alles das, was sie als Leben für sich begriffen haben.

Doch wirklich verstanden haben sie es nicht, dieses wirkliche und echte Leben. Sie haben es mit all seinen Wundern, seiner Üppigkeit und seinen lieblichen Schönheiten regelrecht ausgesperrt. So werde also auch ich ignoriert, wenn sie an mir vorbeihasten. Ich bin nur ein weiterer, seelenloser Körper, an dem ihr moderner Eilzug vorbeirast. Das ist sehr traurig. Es verletzt die Welt. Es verletzt mich.

Fährt ihr Zug schließlich irgendwann einmal in seinen Bahnhof ein und verringert er dabei seine Fahrt, dann öffnen sie ihre Augen und erkennen dieses wunderschöne Leben vor dem Fenster. Fehler werden offensichtlich und münden in Verzweiflung. So klettern die Menschen schließlich völlig unsicher aus dem Zug.

Geblendet sind sie, von der Frühlingssonne. Ein Gesang der Vögel schmeichelt ihren Ohren. Der sanfte Hauch des Windes, er streichelt die blasse Haut. Staunend stolpern sie durch ihre atemberaubende Lebenswelt. Sie erkennen plötzlich, wie wunderbar das Leben und bezaubernd diese Welt ist.

Doch sie stehen nun leider am Ende ihrer Reise. Wieder einmal ist die Zeit für sie knapp. Zu gerne würden sie ihre neue alte Welt erkunden und sie lieben können. Doch was ihnen am Ende bleibt, das ist nur Fastleere und Verzweiflung.

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Album des Windes (Kurzprosa)

 

Album des Windes - Texte, Geschichten und Gedichte von Alexander Rossa für den spannenden und phantastischen Leseabend

Topliste Kurzprosa

Der Autor

Mein Name ist Alexander Rossa. Ich bin 49 Jahre alter Künstler, glücklich verheiratet, habe bereits erwachsene Kinder und schreibe bereits seit gefühlten Ewigkeiten Bücher. Zudem bin ich Spezialist für Neue Medien und Internet. Man sagt mir ein extrem sensibles und empathisches Wesen, als auch eine sehr gute Beobachtungsgabe nach. Sie sind die Basis meiner Kreativiät und triggern meine Phantasie. Ich habe ein sehr bewegtes Leben mit viel Tragik und Enttäuschungen hinter mir, ein Umstand, den man in meinen Arbeiten an so manchen Stellen wiederfinden wird. Sie sollen Menschen mit ähnlichen Erlebnissen versichern, dass sie nicht alleine stehen... 
 

AR

Die Arbeiten

Mein Ziel ist es, möglichst vielen Menschen das Lesen meiner Geschichten und Abenteuern zu ermöglichen. Sie sollen auch für Menschen zugänglich sein, die sich Literatur finanziell vielleicht nicht leisten können. Ebenso soll man meine Arbeiten im Zug, der Strassenbahn, im Bus, im Wohnzimmer oder Restaurant, also überall, lesen können. Daher wird es auf Yberseh.de immer kostenlose Arbeiten von mir geben und das Layout wird stets eher puristisch sein. Sollten Verlage an einer seriösen Zusammenarbeit und dem richtigen Autorenaufbau meiner Person interessiert sein, wäre ich über eine Offerte erfreut. Ich habe inzwischen sehr, sehr viele Texte. :) 

Haben euch meine Arbeiten gefallen, erzählt bitte anderen Menschen davon oder verlinkt diese Seite im Internet. Die Downloads und Eurer Feedback, sie sind mein Lohn und meine Motivation für das Weiterschreiben.

Weitere Bücher von mir findet ihr im gut sortierten Buchhandel, wie z.B. mein Erstlingswerk Die Narrenfibel (Hermetik) , Der E-Komplex (Emotionale Intelligenz), Nornenauge (Hermetik) und Gespensterleben (paranormale Phänomene).

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